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Straupitzer Leinöl / Ratgeber

Wissenswertes rund ums Leinöl von der Holländerwindmühle Straupitz

Aus der Pflanze Lein, oder auch als Flachs bekannt, wird der Leinsamen gewonnen und aus dem Leinsamen das gesunde Leinöl.
Der Lein ist eine sehr traditionsreiche Kulturpflanze und wurde schon vor rund 5000 Jahren vom Menschen als Nahrungs-und Heilpflanze genutzt. Die Ägypter, die Hochkulturen Mesopotamiens,
aber auch die Bauern Mitteleuropas kultivierten die Pflanze schon in der jüngeren Steinzeit. In alten Gräbern wurden Funde von Leinenstoff und Leinsamen gemacht.

Der blau blühende Lein wurde bis vor rund fünfzig Jahren auch bei uns noch kontinuierlich angebaut. Dazu sei gesagt, dass der konventionelle und auch Bio-Anbau von Lein wieder einen Aufschwung erleben. Der Hauptgrund liegt wohl auch darin, dass sich viele Menschen wieder bewusster und gesünder ernähren, weshalb auch kein Weg am gesunden Leinöl vorbeiführt. Die gesunde und heilende Wirkung auf den menschlichen Organismus ist auch keine neuzeitliche Entdeckung. Schon Gelehrte wie Hippokrates, Paracelsus oder Hildegard von Bingen, Dr. Max Bircher-Brenner oder Dr. Johanna Budwig haben von der Antike bis in die Gegenwart die positive Wirkung auf den Menschen betont. Soweit einige Worte zum Lein, widmen wir uns nun dem Leinöl.

Leinölherstellung

Um ein qualitativ hochwertiges Leinöl herzustellen, sollte man bei der Leinölproduktion einige wichtige Faktoren beachten. Der erste und wichtigste Faktor ist der Leinsamen. Besitzt der Leinsamen keine gute  Qualität, so kann das Leinöl natürlich auch nicht besser sein. Ein zu hoher Anteil von Fremdsaaten wirkt sich dabei negativ auf den Geschmack vom Leinöl aus. Sind im Leinsamen große Mengen an Pestiziden oder Herbiziden vorhanden, wird natürlich der gesundheitliche Wert vom Leinöl gemindert.

Der zweite Faktor betrifft das Pressen des gequetschten Leinsamens. Hierbei sollten hoher Druck und hohe Temperaturen vermieden werden, ansonsten werden wichtige Inhaltsstoffe im Leinöl, auf die es uns ja letztendlich ankommt, zerstört. Diese Prinzipien werden in der Holländerwindmühle Straupitz immer beherzigt und somit die Grundlagen für ein hochwertiges und besonderes Leinöl geschaffen.

Das hier in Straupitz hergestellte Leinöl  wird mit einem Druck von 300 bar gepresst und hat eine Auslauftemperatur von ca. 25 °C, also, kaltgepresst. Es erfolgt auch keine Nachbehandlung. Das Öl wird nicht mehr gefiltert und garantiert nicht mit Konservierungsstoffen versetzt, ist also naturbelassen.

Demzufolge hat das Leinöl nur eine Haltbarkeit von 5 Wochen im Kühlschrank. Bitte innerhalb der angegebenen Zeit verbrauchen und sich am Wohlgeschmack vom Leinöl erfreuen.

Leinöl- ein natürlich gesundes Lebensmittel

Sehen wir uns zuerst einmal die Inhaltsstoffe vom Straupitzer Leinöl an und vergleichen diese mit Raps-und Olivenöl.   

Fettsäuren:

Rapsöl

Olivenöl

Leinöl

gesättigte 9 % 15 % 9 %
einfach ungesättigte (Omega-9) 58 % 79 % 19,5 %
zweifach ungesättigte Linolsäure (Omega-6) 25 % 6 % 15 %
dreifach ungesättigte Linolsäure (omega-3) 8 % 1 % 56,5 %

 

Leinöl ist somit eine der wenigen Quellen für Linolsäure (Omega-3). Der hohe Gehalt an essenziellen Fettsäuren macht das Leinöl zum wertvollsten und gesündesten Pflanzenöl überhaupt. Als essenziell werden die Fettsäuren bezeichnet, die für uns lebensnotwendig sind, die unser Körper selbst nicht herstellen kann und die wir deshalb über die Nahrung zu uns nehmen müssen.

Wegen der hohen gesundheitsfördernden Wirkung auf den gesamten Organismus sollte Leinöl auf
dem täglichen Speiseplan unbedingt vorhanden sein. Die Empfehlung von  Dr. Johanna Budwig ist pro Tag 1 Esslöffel Leinöl für den gesunden Körper oder in besonderen Fällen dreimal täglich 1 Esslöffel. Leinöl nicht erhitzen, denn ab 110 °C verbrennt Leinöl. Es entstehen Transfette die uns nur schaden.

Was kann Leinöl im Körper bewirken?

Leinöl hilft den Cholesterinhaushalt zu regeln - wir brauchen Cholesterin aber es muss im gesunden Gleichgewicht sein. Es hat eine entzündungshemmende Wirkung von innen und außen. Leinöl verbessert die Fließfähigkeit vom Blut und sorgt somit für einen besseren Transport von Sauerstoff. Jedes Organ wird besser versorgt, das Herz wird gleichzeitig entlastet.

Omega-3 ist wichtig für jede Körperzelle und zur Zellregeneration. Studien haben ergeben: Leinöl kann vorbeugend gegen Krebs wirken und wirkt auch präventiv bei Alzheimer und Demenz. Hierzu lesen Sie am besten das Buch von Dr. Johanna Budwig:  „Krebs - das Problem und die Lösung“.

Leinöl ist ein hervorragendes Hautöl, denn das Öl enthält Vitamin E und ist ein echter Faltenkiller. Selbst der Rest von der Leinölherstellung, der Leinkuchen, ist gesundheitlich noch von Bedeutung. So wird der Leinkuchen zu Leinkuchenmehl vermahlen und in 500 g Tüten gefüllt.

Das Leinkuchenmehl enthält Ballaststoffe, Schleimstoffe, Eiweiße und einen Restölanteil von 8-10 %. Leinkuchenmehl erleichtert die Darmtätigkeit, mindert Verkalkung, reguliert Cholesterin und pflegt die Haut. Ein bis zwei Esslöffel Leinkuchenmehl in Müsli, Joghurt oder Quark einrühren oder in Milch quellen lassen, bringen Magen und Darm nach 4-5 Tagen wieder in Schwung. Leinkuchenmehl kann auch zur Herstellung von Gesichtsmasken verwendet werden. Mit Leinkuchenmehl kann man auch anteilig backen, die Backware hält sich wesentlich länger frisch.

Dann viel Gesundheit mit Leinöl und Leinkuchenmehl aus der Holländerwindmühle Straupitz wünscht das gesamte Mühlenteam!

Unser Mühlen-Shop ist online!

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Hier erhalten Sie alle Produkte rund um das Straupitzer Leinöl sowie Souvenirs und andere interessante Artikel aus der Region.

Ein Tipp aus der Holländerwindmühle Straupitz

Unser Leinöl lässt sich problemlos im Tiefkühlschrank bis zu einem Jahr ohne Geschmacks- und
Qualitätsverlust aufbewahren. Das Öl kann in der Originalflasche oder auch portionsweise in anderen Gefäßen eingefroren werden. Keine Sorge die Behälter platzen nicht bei Frost, denn Öl dehnt sich nicht aus.
Zum Verzehr die Flasche ca. 2 Stunden bei Zimmertemperatur auftauen und sich das Leinöl schmecken lassen. Die aufgetaute Flasche bitte nicht noch einmal einfrieren.

Hier noch ein typisches Spreewaldgericht mit Leinöl:

Pellkartoffeln, Quark und Leinöl

Sahnequark (40 % Fett) mit kalter Milch cremig rühren und mit Salz herzhaft abschmecken.
Dazu können feingehackte Zwiebeln, Schnittlauch und Gewürzgurkenscheiben gereicht werden.
Die Pellkartoffeln werden heiß serviert, mit dem Quark vermengt und anschließend das Leinöl darüber träufeln.

Auch zum marinierten Hering schmeckt Leinöl sehr gut, Anwendung auch in allen Gemüse- und Obstsalaten.

Letzte produzierende Dreifachwindmühle Europas mit Mahl-, Öl- und Sägemühle.

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